Gemäß § 2 des Sozialgesetzbuch (SGB) sechstes Buch (VI) gehören selbständig tätige Handwerker zum Personenkreis der Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung, sofern sie in die Handwerksrolle eingetragen sind.

Wenn sie Gesellschafter einer eingetragenen Personengesellschaft sind (zum Beispiel GbR, KG, OHG), gehören sie auch dazu, wenn sie den handwerklichen Befähigungsnachweis besitzen (zum Beispiel Meisterbrief).

Dies muss der gesetzlichen Rentenversicherung mitgeteilt werden.

Bisher haben dies in der Regel die Handwerkskammern nach der Eintragung in die Handwerksrolle übernommen.

Seit dem 01.04.2018 gilt aber eine ergänzende Neuregelung:

„Erwirbt ein Handwerker den Meisterbrief erst später, weil er zuvor einen Betriebsleiter mit entsprechender Befähigung beschäftigte, muss er den Meister-Titel jetzt selbstständig dem zuständigen Rentenversicherungsträger melden. Dann tritt auch für den neuen Meister die Versicherungspflicht ein.“

Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, muss laut Handwerks-Zeitung mit einem Bußgeld rechnen.